
HSDPA als DSL Ersatz?
HSDPA als Alternative zu DSL?
Internet überall und mit hoher Geschwindigkeit, auch unterwegs auf dem Handy oder Smartphone. Dies sind die Ziele, die sich die Entwickler und Anbieter von UMTS und seiner Erweiterung HSDPA gesetzt haben. Gerade in ländlichen Gebieten, in denen die Verbreitung des meistverbreiteten Standards für Internetverbindungen, DSL, bis heute kaum oder nur langsam voranschreitet, könnte der schnelle und von Leitungen unabhängige Mobilfunkstandard zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für die bisher meistgenutzte Internetverbindung werden.
Aber kann HSDPA DSL das Wasser reichen?
Das Hauptproblem, mit dem HSDPA noch zu kämpfen hat, sind die die hohen Schwankungen bei der Geschwindigkeit. Abhängig vom Standort und der im Endgerät verbauten Technik beträgt diese im Schnitt 3,6 statt der theoretisch möglichen 7,2 Mbit pro Sekunde. Das ermöglicht zwar gutes Surfen, bei größeren Downloads oder dem Streamen hochwertiger Multimediainhalte stößt die Technik jedoch schnell an ihre Grenzen. Hier hat DSL mit seinen Übertragungsraten von bis zu 16 Mbit pro Sekunde klar die Nase vorn, zumal hier die theoretischen Werte meist auch wirklich erreicht werden.
Einen klaren Vorteil sichert sich HSDPA dadurch, dass es völlig ohne Leitungen auskommt, da die Datenübertragung durch die Luft erfolgt. Damit ist es überall verfügbar und kann so auch mobil eingesetzt werden. Teure Anschlussgebühren und zeitlich unpassende Technikerbesuche gehören somit der Vergangenheit an.
Im Moment sollte, soweit verfügbar, der DSL-Anschluss dem Mobilfunkstandard vorgezogen werden. Aufgrund seiner hohen Verfügbarkeit und der ständigen Weiterentwicklung könnte HSDPA jedoch in naher Zukunft auch in DSL-Gebieten zu einer ernsthaften Konkurrenz werden, sofern weiter an Geschwindigkeit und Stabilität gefeilt wird.
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